Keine Zeit für Utopien? Perspektiven der Lebensformenpolitik im Recht

Freitag 28. Januar 2011, 9.15-18.00 Uhr, Bildungszentrum 21, Basel

Einladungskarte mit Programm (pdf)

Dokumentation

Impressionen

 

Utopienklein

 

Keine Zeit für Utopien? Diese Frage drängt sich angesichts der in unserer Rechtsordnung implizierten Lebensformenpolitik auf. Denn nach wie vor wird der Vielfalt der Beziehungsformen und Formen des Zusammenlebens im Recht nicht ausreichend Rechnung getragen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen führen nicht selten zu einer Prekarisierung der Lage der betroffenen Kinder und Erwachsenen, zu Benachteiligungen oder jedenfalls zu begründungsbedürftigen Einschränkungen hinsichtlich ihrer Wahlmöglichkeiten. Die rechtliche Anerkennung und gleichberechtigte Würdigung aller Lebens- und Beziehungsformen erscheint – blickt man auf die gegenwärtige Rechtslage – bislang als utopisch. Gleichzeitig bleibt die Diskussion oftmals bei der Feststellung dieser Defizite des Rechts stehen und über Visionen und Utopien wird wenig nachgedacht: Keine Zeit für Utopien?

Im Rahmen der FRI Tagung "Keine Zeit für Utopien? Perspektiven der Lebensformenpolitik im Recht" soll anhand der Themenfelder „Alleinerziehende“, „gleichgeschlechtliche Eltern“ und „Migration“ aus einer übergreifenden und interdisziplinären Perspektive diskutiert werden, welche Lebensformenpolitik zurzeit mit dem Recht gemacht wird. Die Frage nach den Utopien, die unter anderem im Rahmen der Diskussionen der Teilnehmenden im „Café Utopia“ im Zentrum stehen wird, soll den Blick öffnen für neue Strategien und Lösungsansätze für die Lebensformenpolitik als Querschnittsthema der Gleichstellungs-, Familien- und Migrationspolitik.

 

Tagungsorganisation: Bettina Bannwart, Michelle Cottier, Cheyenne Durrer, Anne Kühler und Annina Vogler